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Fanfictions

Broken is Fallen Love hurts Wie Begegnungen alles ändern

Der nächste Morgen kam unerbittlich...Mom kam reingestürmt und riss den Rolladen hoch...

"Scheiße...", fluchte ich und hielt mir den Kopf...hatte ich vielleicht einen Kater...Mom dagegen schien zu wissen, warum. "Tja, Jen. So ist das nun mal...". Mehr sagte sie nicht, ich wusste dann wieder, warum.

Ich schälte mich umständlich aus meiner Decke und griff als erstes nach meinem Handy und rief Sam an.

"Hi Süße...". Meine Stimme klang verschlafen.

"Morgen!".

Ich seufzte. "Ja, leider ist es nun so weit...ich zieh' weg".

Sam schluckte. "Ich kann's immer noch nicht glauben....aber wenn du dich eingelebt hast, komm ich dich besuchen!".

Ich musste grinsen. "Auf jeden Fall! Sag an alle noch nen lieben Gruß...werd dich schrecklich vermissen...".

"Glaubst du, mir geht's anders?".

"Nein...", antwortete ich darauf. "Ich muss Schluss machen, Mom stresst rum...ich ruf dich heute noch an, okay?".

"Okay. Bis dann. Hab dich lieb!".

"Ich dich auch. Tschüss!". Ich legte auf...

Meine Laune war auf dem tiefen Nullpunkt unter Null...lustlos stopfte ich die restlichen Sachen in die Kartons und stürmte nach unten, wo mir meine zwei Jahre jüngere Schwester Mia schon mit einem freudigen Gesicht entgegensprang.

"Oh Gott, nerv mich nicht!", hielt ich sie mir gleich vom Leib.

"Ich wollt dir doch nur...".

"Nix! Lass mich in Ruhe!". Sie hatte kapiert und zog widerwillig ab. Aus dem Wohnzimmerfenster aus beobachtete ich Dad, der die Kisten in den Transporter, den wir gemietet hatten, einlud...er entdeckte mich und lächelte mich an-ich gequält zurück.

Nach etwa zwei weiteren Stunden war alles soweit...die Wohnung war leer...leer...und ich musste mich damit abfinden, dass ich hier nicht mehr herkommen würde...Ich stöpselte mir gleich meine Hörer ins Ohr, damit ich auch ja nicht mit irgendjemand reden musste...

Ich musste wohl eingepennt sein, als mich Mia am Arm rüttelte. "Wir sind da!". Ich schlug die Augen auf und blickte ins Grüne. Grün! Überall Wiese und sonst nichts mehr! Doch, die Straße runter noch ein paar Häuser...Ich stieg aus. Kalter Wind blies mir entgegen und bevor ich grade mal zwei Schritte gemacht hatte, kam irgendwas großes schwarzes auf mich zu und ich landete auf meinem Hintern. Na toll! Besser konnte der Tag ja gar nicht mehr werden...

"Scotty!", brüllte jemand diesem Etwas zu und ich schloss daraus, dass das wohl ein Hund sein musste. Ich rappelte mich wieder auf.

"Pass nächstes mal besser auf deinen Köter auf!", regte ich mich auf.

Ein Mädchen...ein Junge...? Keine Ahnung, kam auf mich zu. "Sorry." Ich musterte mein Gegenüber. Das musste ich wohl ziemlich lange gemacht haben, als die sanfte Stimme wieder etwas sagte:"Ich bin Bill. Bist du neu hier?". Also ein Junge...peinlich dass ich ihn für ein Mädchen gehalten hab...naja, die Frisur sah nicht so nach Mädchen aus...eine Schwrze dicke Strähne verdeckte sein linkes Auge, der Rest der Haare waren nach hinten gegeelt...aber die Gesichtszüge und das Auftreten...die perfekt geschminkten Augen ließ das schöne Rehbraun noch mehr zur Geltung kommen...

"Leider!", grummelte ich und lies Bill, der anscheinend verwundert über meine Reaktion war, stehen. Lustlos stieg ich die Treppen zur Haustür nach oben...Mom war wieder in totaler Hektik, was ich mal wieder überhaupt nicht verstehen konnte.

Bis sich das Chaos hier gelegt hat, mach ich mich mal vom Acker, dachte ich und verschwand auch gleich darauf. Toll, wirklich toll...öde, öde, öde!

"Was will ich hier?", redete ich mit mir selber und dabei kam ich mir langsam ziemlich dämlich vor. Ich lief gelangweilt durch den ca.600 Seelenort und schaute mich um. Nichts. Einfach nichts. Nichts, was ein Mädchen in meinem Alter interessieren würde. Ich sog tief die Luft ein und kickte einen Stein vor mir her. Ich musste wohl ziemlich lange gelaufen sein, als ich mich an dem Ortsschild wieder fand. Ich drehte wieder um und nach ein paar Metern kamen mir drei Jungs entgegen. Ich beachtete sie gar nicht, sondern lief mit erhobenem Kopf an ihnen vorbei. Ich hörte, wie sie tuschelten und dann, wie einer hinter mir herlief.

"He, warte mal!". Ich blieb stehen. "Was?", fragte ich forsch. Der Typ, der vor mir stand, hatte glatte dunkelbraune Haare, die ihm auf die Schulter fielen. Eigentlich alles normal für einen Jungen...gut gebaut und ein freundliches Lächeln im Gesicht...meine Güte, waren denn heute alle fröhlich? Das passte nun mal gar nicht zu meiner Stimmung...

Der vor mir grinste mich immer noch an. "Was?", wiederholte ich meine Frage.

"Wir haben uns gefragt, was du wohl hier machst...". Man...ne dümmere Anmache geht ja wohl gar nicht...Ich war genervt und als dann auch noch die anderen zwei vor mir standen; einer auf Hopper gemacht und der andere ein total niedlicher Junge, der sich lieber im Hintergrund hielt; und das zeigte ich den dreien auch deutlich, indem ich meine Augen rollte.

"Sicher nichts, was euch interessieren würde!".

"Oh oh, Madame hat wohl schlechte Laune...", stellte der Typ mit den Dreads, der auf Hopper machte, mit Richtgkeit fest.

"Ja, du hast es erfasst!", bestätigete ich, drehte mich um und ließ die beiden, die was mit mir geredet haben, mit offenen Mündern stehen.Tja Jungs, man soll sich eben mit dem weiblichen Geschlecht nicht anlegen...

Ich hörte noch sowas wie:"...was n' das für eine...meine Güte...so hab ich ja noch nie ne Abfuhr bekommen...". Während ich lief musste ich voll grinsen, da ich mich an die Gesichtsausdrücke der drei zurückerinnerte...so ein "oh scheiße was ist denn mit der los"-Blick. Aber so war ich nun mal..schlecht gelaunt und unberechenbar...

Wieder an meinem neuen zu Hause angekommen, stand mein Zimmer schon gerammelt voll...das meiste in den anderen Zimmern war ausgepackt und schon verstaut...also machte ich mich dran, meine Sachen einzuräumen und die Möbel so hinzustellen, wie ich es wollte...Vorhänge hatte ich noch keine und das Fenster sah so kahl aus...fühlte mich so beobachtet. Obwohl eigentlich keiner hätte reinschauen können...doch dieser Gedanke bestätigte sich leider Gottes...genau gegenüber war das Haus, indem Bill wohnt. Ich war mir zwar nicht sicher, ob das seins war, aber als er unten zur Tür rauskam, war ich mir das.

Wie so oft fluchte ich leise vor mich hin und war wütend auf mich selbst, meine Eltern und einfach alles...! Wie sollte das bloß hier werden? Bill als Nachbar, die Typen die mir begegnet sind, das langweilige Loitsche...und das schwierigste vom Schwierigesten...Freunde finden...!



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