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Fanfictions

Broken is Fallen Love hurts Wie Begegnungen alles ändern

Kapitel 1

"Mom, wo ist denn meine schwarze Röhrenjeans?", brüllte ich durchs ganze Haus, während ich wie von einem Schwarm Hummeln verfolgt, vom Keller bis in mein Zimmer rannte. Man, war ich auch mal wieder spät dran!

Mom kam seelenruhig hereinspatziert und hielt mir die Jeans unter die Nase. "Hier. Nächstes mal schauste eher nach, bevor du so ein Aufstand machst!".

"Jaja", nuschelte ich und riss die Jeans an mich. Naja, eigentlich wundert's mich schon, dass ich in diesem Chaos ünerhaupt noch was finden konnte...überall standen Kartons, Koffer und der ganze Kram rum. Warum? Weil wir umziehen! Und ich frage mich, für was! Ich weiß nicht, wie lange ich meinen Eltern die Ohren vollgejammert habe, damit sie sich das doch noch anders überlegen. Aber mal wieder hate keiner auf mich gehört...

Es war der letze Abend hier in Dessau und an dem wollte ich mit meiner Freundin Sam so richtig die Sau rauslassen. Zwar bin ich erst fünfzehn, aber mit Mitteln, wenn auch widerwillen, geht alles.

Ich schnappte mir noch mein schwarzgestreiftes Top mit einem Totenkopf drauf, zog es über und verschwand ins Bad. Als ich mich so anschaute, kamen Zweifel in mir auf...denn je näher der Tag des Abschieds kam, desto undgeduldiger und launischer wurde ich.

"Loitsche...", redete ich leise vor mich hin. "Loitsche!!". Keine Ahnung, was meine Eltern da wollten und vorallem wie sie da draufgekommen sind! Ich hatte keinen Bock, meine Freunde zurückzulassen. Okay, anderseits war es nicht schlecht...dann musste ich wenigstens nicht mehr Tyler über den Weg laufen...Tyler...wenn ich nur eine Milisekunde an ihn dachte, machte mein Herz immer noch einen Sprung...verdammt! Ich liebte ihn immernoch...und das, obwohl er mich wegen so einem dummen Blondchen und dazu Möchtegern Model abserviert hat! Und das nach fast einem Jahr Beziehung...!

Ich nahm meinen Kajal und schminkte meine Augen dunkel...Ja, ich bin nicht so eine, die auf Tussi macht...heißt ja nicht, dass ich mich niemals sexy anziehe, aber ich bleibe meinem Stil treu! Mein Dad hat irgendwie immer was dagegen, wenn ich so rumlaufe, aber das stört mich nicht sonderlich...er hat sogar fast nen Koller gekriegt, als ich meine Haare schwarz machen lassen hab;die mir inzwischen bis zur Brust gehen und richtig frech durchgestuft sind.

Und dann hörte ich das langersehnte Klingeln. Schon von den obersten Treppenstufen hörte ich Sam's laute und etwas aufgeregte Stimme...oh man, mir tat sie so Leid, als ich ihr mitgeteilt hatte, dass ich wegziehen würde...

"Hey Jen!", begrüßte sie mich und fiel mir fast in die Arme.

"Hey!".

"Aber um zwölf bist du wieder hier!", mahnte mich Dad nochmals.

"Ja!", gab ich ihm zu verstehen, schnappte meine Winterjacke, die ich leider schon anziehen musste, da es draußen arschkalt war, obwohl grade erst mal Oktober war, und schnappte mir Sam.

"So, und wo gehen wir dann heute an unsrem letzen Abend noch hin?", fragte sie und schaute mich gespannt an.

"Guck nicht so, weiß ich doch nicht!". Oh nein, jetzt hatte ich mal wieder einer meiner vielen Stimmungsschwankungen und das an unserem letzten Abend...nein, das wollte ich nun wirklich nicht...

"Sorry...", gab ich kleinlaut bei.

"Schon okay, kann dich verstehen...", sagte sie und hakte sich bei mir ein.

Nach ungefähr einer halben Stunde Busfahrt kamen wir schließlich im Beat an. "Man, was ist es hier auch gerammelt voll!", stöhnte ich und wollte wieder kehrt machen.

"Hey, Marc ist doch Türsteher, der lässt uns sicher rein!", erinnerte mich Sam.

"Ach ja, Marc...!". Marc ist Sam's Cousin und da er immer sagt, die Jugend sei viel zu kurz, lässt er bei uns "kleinen" auch einen Diskobesuch durchgehen...Irgendwann waren wir dann drin und konnten glücklicherweise noch einen Platz an der Bar ergattern..auch hier waren wir schon ziemlich bekannt als "die kleinen"...aber alle hier waren total nett und gönnten uns auch unsren Spaß...es war noch nie so, dass wir Alkohol in Übermaßen getrunken hatten...außer heute...da durfte es meinetwegen mehr sein, um alle Gedanken an die nächste Zeit zu vergessen...

Irgendwie war an diesem Abend nicht so viel mit Reden...wir schwiegen uns beide nur an...die Musik dröhnte in meinen Ohren und als dann noch Angels von Robbie Williams kam, hielt ich es nicht mehr aus...das Lied, bei dem Tyler und ich uns zum ersten mal geküsst hatten...Tyler...

Stumme Tränen bahnten ihren Weg nach draußen an, doch ich verdrängte sie schnell wieder...Sam hatte nichst mitbekommen und das war aus meiner Sicht auch gut so...ich wollte einfach nicht, dass auch sie darunter litt, wie ich es schon tat...

Ich stand auf. "Komm, lass uns tanzen!".

Sam nickte und zusammen kämpften wir uns durch die Menge auf die Tanzfläche. Ich vergaß alles um mich herum und lies mich einfach fallen...ein bisschen ausgpowert und nach Flüssigkeit ringend, ließen wir uns auf die Barhocker plumsen.

"Auf unsre Freundschaft!", sagte Sam und hob ihr Glas.

"Auf unsre Freundschaft!", wiederholte ich und leerte meine Vodka-RedBull in einem Zug...ich wollte mehr...und das sollte Folgen haben...Angeheitert sprach ich Tyler an, den ich irgendwo entdeckt hatte.

"Hi. Wie geht's so?".

"Ähm, Jen", meinte er und kratze sich am Hinterkopf. "Danke gut...".

Ich grinste ihn breit an. "Freut mich. Wollt dir nur noch mal tschüss sagen."

Er zog die Mundwinkel hoch. "Wie?".

Ich machte eine lässige Handbewegung. "Zieh' morgen weg. Meine Nummer haste ja noch." Meine Güte, was redete ich da eigentlich?

Er lachte...er lachte mich an! "Naja gut...dann viel Glück in deiner neuen Heimat!". Das war das letze was er zu mir sagte...mein Loch im Herz war immer noch so tief wie zuvor...ich liebte ihn immer noch...!

Und nach diesem Satz war immer noch kein Ende mit Alkohol in Sicht...Sam hielt mich immer wieder ab, doch ich sträubte mich...wollte mir einfach nur mein Gehirn zudröhnen...nicht mehr anwesend sein...

Wie ich es nach Hause geschafft habe, will ich lieber nicht wissen...



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